• Kevin | @KeviKefke

„Home Team“ Filmkritik

2010 war wohl das erfolgreichste Jahr für Head Coach Sean Payton. Er gewann gemeinsam mit seinem Team, den New Orleans Saints, zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte den Super Bowl. Doch zwei Jahre später sperrte ihn die NFL aufgrund des Bounty Gate Skandals. Während des Super Bowl Runs der Saints, etablierten Head Coach Sean Payton und damaliger Defensive Coordinator Gregg Williams eine Art Kopfgeldsystem, bei dem Spieler Boni für Verletzungen gegnerischer Spieler erhalten würden.


Sean Payton (gespielt von Kevin James) trainierte anschließend in den Jahren 2012/2013 das High School Football Team seines Sohnes und genau das ist die Vorlage für den Film „Home Team“. Dabei hatte die Produktionsfirma Happy Madison Productions, gegründet von Adam Sandler, absolut kein Interesse besonders auf das Bounty Gate einzugehen. Dieses Thema wird in wenigen Sätzen ganz am Anfang des Filmes abgefrühstückt und von dort aus folgt Adam Sandlers typischer Humor.


Sean Payton wird als Football-Genie dargestellt, welcher ein grandios schlechtes Team innerhalb weniger Spieltage in ein überragend gutes Team verwandelt. Dabei bleibt keine Figur besonders im Kopf hängen. Jede einzelne Person ist komplett austauschbar und zusätzlich werden einige Figuren beleidigend schlecht dargestellt, wie die Sekretärin der New Orleans Saints, die sich anscheinend weder mit Football noch mit dem Leben an sich auskennt. Wenn dann kurz das Gefühl aufkommt, dass der Film eine bestimmte Figur oder Ähnliches aufbauen oder etablieren möchte, wird dies in der nächsten Sequenz durch einen unpassenden Witz oder purem Fremdscham direkt die Toilette runtergespült.


Der Film ist dann gut, wenn es ausschließlich um Football geht. Insgesamt also etwa 3 Minuten lang. Ständig werden gute Aspekte durch extrem schlechte Witze, wirklich schräge Gespräche oder Momente, in denen man sich Augen und Ohren zuhalten will, unterbrochen. Der Film ist sogar so schlecht, dass am Ende nicht nur das High-School Football Team von Sean Payton das ganze Feld vollkotzte, sondern ich auch kurz davor war.


Empfehlenswert ist der Film höchstens für den Durchschnitts-Saints-Fan, Hardcore Fans von Adam Sandlers Humor oder für Menschen, die schlechte Filme sofort wieder vergessen können.


Somit gilt für mich:

Lieber ein 10tes Mal „An jedem verdammten Sonntag“ schauen, als das erste Mal „Home Team“.


Wertung:

Allgemein: 2/10

Genre (Komödie): 2,5/10

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