• Dominik Heimann

Rate the Rookie! Teil 3: Jalen Mayfield

Mit dem Pick an Stelle 68 in Runde 3 wählten die Atlanta Falcons überraschend den Right Tackle Jalen Mayfield. Wie das Jahr für ihn lief und wie die Community abgestimmt hat, erfahrt ihr hier.


Der Unbekannte und Unfertige


Für nicht Wenige war es ziemlich überraschend, wen Terry Fontenot und Arthur Smith aus den Ärmel schüttelten. Jalen Mayfield war nur Wenigen vorher ein wirklicher Begriff. Sein Pick in Runde 3 galt auch als ziemlich hoch. Der junge Offensive Lineman aus Michigan hatte sogar selbst Zweifel, ob er sich im Jahr 2021 zum Draft anmelden sollte. Jetzt im Jahr 2022 wird er rückblickend selbst am besten wissen, ob er den richtigen Schritt getan hat. Doch was ist so verwunderlich? Jalen Mayfield spielte für die Wolverins aus Michigan gerade einmal 15 Spiele, wovon er 15 startete. Die wenigen Spiele sind aber auch gar nicht überraschend, denn Jalen Mayfield ist zum Zeitpunkt des Draftes gerade einmal 21 Jahre jung. Das ist ziemlich unüblich, die meisten Spieler werden mit 24-25 Jahren gedraftet. Nun, ein Jahr später, hat Mayfield mehr Starts in der NFL als auf dem College.

"Er hat viel Potenzial. Er wird mal ein wertvoller Spieler sein" (Fati M.)

Dass die meisten Scouting Berichte darauf hin deuteten, dass er noch ziemlich unerfahren war, schreckte "The Fox" Fontenot nicht ab, trotz BPA. Es war ihm und Arthur Smith von Anfang an klar, dass dieser Pick eine langfristige Entwicklung mit sich ziehen wird. Man sah ihn als Backup für Kaleb McGary und plante auch so mit ihm. Doch es kam alles anders.


Eine gebrochene Hand - Eine neue Welt


Left Guard Matt Gono verabschiedete sich schon vor Beginn der Preseason ins Lazarett, aus dem er bis zum Ende der Saison auch nicht mehr herauskommen sollte. Bald darauf brach sich Josh Andrews, der eigentlich angedachte Starter, die Hand und die Atlanta Falcons standen plötzlich ohne Left Guard da. Arthur Smith evaluierte im Training verschiedene Spieler und traf dann eine Entscheidung, die die ganze Saison des 21-Jährigen Rookies weitreichend verändern sollte.


Eine der schwerste Positionen zum Starten für einen Rookie, hört man immer wieder, ist in der Offensive Line. Sowohl technisch als auch physisch macht es einen enormen Unterschied als Tackle statt als Guard zu spielen - für viele NFL-Fans ist die O-Line gar ein blinder Fleck. Es gab und gibt sogar noch weniger Spieler in der NFL, die sogar erfolgreich die Seite getauscht haben. Von Jalen Mayfield wurde beides erwartet. Er spielte eine neue Position auf einer neuen Seite.


"Mayfield war der mit Abstand schlechteste starting Guard der Liga" (Bernd B.)

Mit einem PFF Grade von 49.2 reihte er sich in die letzten Plätze aller Guards ein. Mit 11 zugelassenen Sacks steht er gar ganz oben oder eben unten - je nachdem wie man es interpretieren mag. Doch auf der Kehrseite machte keiner mit 989 in der Offensive der Falcons, abgesehen von Quarterback Matt Ryan, mehr Snaps als er. (Er verpasste ein Spiel verletzungsbedingt). Arthur Smith hielt an ihm fest, obwohl später Colby Gossett als Alternative zur Verfügung stand.


"Woche für Woche wird er besser," sagte Arthur Smith Anfang Dezember zur Presse. Auch unser Mitglied Mateusz O. sieht es positiv: "Ich glaube, Mayfield wird noch gut." Und dafür sprechen wirklich ein paar Aspekte. Das Team aus Atlanta hatte zwar einen leichten Schedule in diesem Jahr, traf jedoch auf, nicht nur in der Statistik, die stärksten Defensive Lines der Liga. Es war eine wahre Feuertaufe für den Rookie in seiner neuen Welt.


Bleibt er sogar Left Guard?


"Gerade junge Spieler haben viel, in denen sie sich verbessern können. Das kommt mit Erfahrung und Reife", beschwichtigte Arthur Smith am Ende der Saison. Und die holte sich Mayfield in dieser Spielzeit in der NFL. "Ich glaube er wird in seinem zweiten Jahr einen unheimlichen Sprung machen." Er lies sogar durchblicken, dass man dauerhaft auf Left Guard mit Mayfield plane. Competition für Kaleb McGary soll wohl anderweitig gesucht werden.


Mayfield machte über die Saison kleine Fortschritte. Etwas positiver blieben daher die Spiele gegen die Jaguars aus Jacksonville und das erste Spiel gegen die New Orleans Saints im Gedächtnis. Ein sauberes Spiel gegen die Panthers sah Arthur Smith im Oktober von Jalen Mayfield laut eigener Aussage. "Viele Wochen hatte er sehr schwere Matchups." resümierte er. Auch Alex W. fand, dass er "...sich mit der Zeit gefestigt" hatte. Mert I. war etwas unbarmherziger und erkannte eine "Symbiose zu einer Drehtür."


In der Nachbetrachtung könnte man sagen, es war eine Saison zum Vergessen und es gibt auch nicht die große Möglichkeit, es in der Analyse zu beschönigen - aber: Erfahrung ist nicht trainierbar!


Was waren die Alternativen im Draft?


Wie immer wertungsfrei die Alternativen im aus Runde 3



Quinn Meinerz (Guard), Brady Christensen (OT) Benjamin St-Juste, Aaron Robinson, Paulson Adebo (Cornerback) Chauncy Golston (Defensive End) Elijah Molden (Safety), Ernest Jones (Linebacker)


Das Fazit der Community


Nicht wirklich überraschend ist das Ergebnis der Umfrage in unserer Community. Mit 57% gab es die Note D und weitere 31% ließen ihn komplett mit einem F durchfallen. Die übrigen 12% fielen damit etwas überraschend auf ein Grade von B (5%) und C (7%).




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